Sage aus Volders- Der Schatz unter der Brücke
Geschrieben von Barbara, am 25. September 2007
Heute eine Sage aus der Ortschaft im Inntal, in der ich mit meinem Schatz Clemens wohne.
Der Schatz unter der Brücke:
Unter der Volderer Brücke neben dem Servitenkloster, die einst so heisse Kämpfe sah, lag vor Zeite ein großer, reicher Schatz. Da kam ein Venedigermandl des Weges daher und fand den Schatz in seinem Versteck, denn es war ein arger Schwarzkünstler, wie alle Venediger. Er hatte sich aber schon an anderen Orten für diesmal so viele Schätze aufgeladen, daß er unmöglich noch mehr auf seinen Schultern fortschleppen konnte.
Er versenkte daher den Schatz noch tiefer mit folgendem Bannspruch:
Wer da diesen Schatz heben will,
muss sich einen Gaißbock kaufen ,
Sieben Jahr ihm Hafer geben,
mit ihm übern Schatz dann Laufen.
Das hörten die Handwerksburschen, ihres Zeichens Schneiderlein, die im Schatten eines Gebüschs ihre müden Glieder ausgestreckt hatten. Die drei Gesellen kauften sich nach einiger Zeit einen dürren Geißbock fütterten ihn sieben Jahre auf eigene Kosten mit Hafer und sprangen dann mit dem gemästeten Geißbock über die Stelle wo der gebannte Schatz lag. In dem selben Augenblick wurde auch dieser wirklich von seinem Zauber befreit und lag offen zu Tage. Nun teilten die drei Schneiderlein den Schatz unter sich auf und eilten voll Jubel in die große weite Welt, die ihnen jetzt noch schöner vorkam.
Quelle: Deutsche Alpensagen, herausgegeben von Johann Nepomuk Ritter Ritter von Alpenburg.
Eure Babsi
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